Es ist jetzt bereits drei Jahre her, als ich mit von meinem kleinen Freund Nelson trennen musste. Seitdem ist viel passiert, wir haben bis heute keine neuen Katzen – von meinen verschiedenen Plüschkatzen mal abgesehen. Ja, ich habe – wie ein kleines Kind oder wie ein in Nostalgie gefangener Träumer tatsächlich Plüschkatzen in meinem zu Hause, die sogar regelmäßig mit ins Bett dürfen. Am Anfang waren sie eine Art von Rettungsanker, mittlerweile sind sie meine stillen Zuhörer, wenn ich mein Herz ausschütten muss.

Es ist uns seinerzeit schwer gefallen, über den Tod unserer beiden Kater hinwegzukommen und da wir auch nicht mehr ganz so jung sind, haben wir uns entschieden, keine neuen Fellnasen aufzunehmen.

Im letzten Jahr bekam ich eine unangenehme Diagnose – Prostatakrebs, keiner von den harmlosen sondern ein sehr unfreundlicher. Ich hatte zwei anstrengende Operationen zu überstehen und bin immer noch in der Phase der Rekonvaleszenz. Das alles hat mir wieder vor Augen geführt, wie verletzlich alle Lebewesen, auch wir sind und dass wir, wenn wir uns zu einem gemeinsamen Leben entschieden haben, damit Verantwortung füreinander übernehmen.

Das gilt insbesondere für Lebewesen, die besonders auf uns angewiesen sind, unsere Haustiere. Es schmerzt mir jedesmal in der Seele, wenn ich lese, sehe oder höre, wie verantwortungslos viele Menschen mit ihren tierischen Gefährten umgehen, die sie wie ein Spielzeug behandeln.

Ich wünsche mir von allen, die diesen Blog lesen, dass sie sich gegenüber ihren tierischen Mitbewohnern so verhalten, wie sie es wünschen, selbst behandelt zu werden. Ich bin zwar zwischenzeitlich inaktiv gewesen, werde mich aber wieder stärker dem Blog widmen. Insofern bleibe ich meinem ursprünglichen Gedanken treu.
Euer Mickykater
Achso, demnächst erzähle ich etwas über Katzen auf Madeira.