Nelson ist da – Tagebuch eines Katers – Erster Tag

Seit gestern ist der kleine Nelson da und ich schreibe mal aus seiner Sicht:

„Samstag, der 25.03.2017:

Gestern früh nach dem Frühstück ist mein Dosenöffner mit mir losgezogen, hat mir erzählt, dass ich zu dem dicken Kater soll, den ich letzten Sonntag angefaucht habe.

Der meint es wirklich ernst. Hat mich dann in einer wildfremden Wohnung aus meiner Transportbox gelassen. Der Kater war auch da – und überall seine Marken. Ich habe sicherheitshalber erstmal gefaucht. Aber der ist so scheißfreundlich, ich habe ihm paar runtergehauen und bin dann weggelaufen. Wer weiß, was der im Schilde führt. Das ist alles so fremd hier und die Dosenöffner wollen mir unbedingt was zum Essen geben. Haben mir sogar meinen Lieblingsfisch gekocht. Aber ich habe erstmal keinen Hunger. Ich bin in eine der vielen Höhlen gekrochen. Sind alle eigentlich ganz passabel, aber die sollen nicht glauben, dass ich alles protestlos mitmache.

Einer der Dosenöffner hat mich dann über nacht mit in ein interessantes Zimmer mitgenommen. Da kann man ziemlich viel umherklettern. Habe ich über nacht auch gemacht. Ein Katzenklo hat er auch aufgestellt und den Deckel abgemacht. Da konnte ich wieder mal buddeln. Die Nacht war ziemlich anstrengend. Vor der Tür hat der rote Kater dauernd rumgelärmt. Mein Dosenöffner hat unruhig geschlafen. Die Schlafplätze in dem Zimmer sind aber schön, alle oben auf den Schränken, überall führen Treppen hin. Ich habe alle mal ausprobiert. Aber immer hatte ich den Geruch vom roten Kater in der Nase.

Heute habe ich mich ausgeruht, ich bin unters Bett gekrochen, von da aus konnte ich kleine Erkundungsgänge starten. Ganz schön anstrengend, überall der Geruch vom roten Kater, als ob er ständig neben mir steht. Aber langsam gewöhne ich mich daran. Ich habe auch ein wenig gefressen, nicht zu viel, die sollen nicht denken, die kriegen mich so leicht rum. Mal sehen, wie es morgen weitergeht.“

Ja, Nelson ist immer noch ganz schön aufgeregt. Immerhin taucht er jetzt immer mal auf und lässt sich auch schon anfassen. Aber bloß nicht zu viel. Über nacht ist er zu mir ins Bett gekommen und mehrfach hat er leichte Schmuseversuche gestartet. Er hat ziemlich viel gemaunzt, vielleicht als Antwort auf unseren Spiky, der auch die Nacht über laut gemaunzt hat. Zumindest faucht er Spiky nicht mehr an, aber beide halten Abstand und Nelson kriecht schnell wieder unters Bett. Er hat mittlerweile einen kleinen Happen gefressen, aber so richtig will er immer noch nicht. Ganz schön anstrengend, so eine Katzeneingewöhnung. Ich melde mich wieder, wenn Nelson sich meldet.

Mickykater

 

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