Dieser Blog beschäftigt sich vor allem mit dem Zusammenleben von Mensch und Katze. Ich möchte anhand meiner Erlebnisse ein paar Geschichten erzählen. Ich schreibe darüber, ohne Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit. Verhaltensforschung ist genauso wenig mein Thema wie Analyse unserer Psychologie. Aber ich möchte anderen mitteilen, was ich mit Katzen als unsere Gefährten erlebt habe, warum ich Katzen mag und warum ich der Meinung bin, dass Katzen nicht unsere Haustiere sind, sondern unsere Gefährten auf Zeit. Ich schreibe, was ich von meinen felligen Gefährten gelernt habe und noch lerne und warum ich Katzen mag.
Katzen haben mein Leben verändert, auch wenn ich erst mit über 30 Jahren meine erste Katze kennengelernt habe. Ich schreibe hier auch, um Abschied zu nehmen von den Katzen, die mich und meine Familie verlassen haben. Seit dem Tod von Nelson gibt es keine Katze mehr in unserem Haushalt. Es ist eine Vereinbarung, die wir getroffen haben, keine Katze mehr zu adoptieren, wenn Nelson gestorben ist. Keiner ahnte, dass Nelson uns schon im Alter von fünf Jahren verlassen würde.
Heute bin ich traurig darüber, aber es war so vereinbart. Manche Tage fühle ich mich unvollständig und wie amputiert, es fällt mir noch immer schwer, mich an ein Leben ohne Katzen zu gewöhnen.
Gewidmet meinen gestorbenen Katern Felix (28.05.1993 bis 23.10.2009), Micky (07.03.2010 bis 31.01.2017), Spiky (07.03.2010 – 30.12.2020) und Nelson (11.03.2016 bis 22.03.2021).
Ein Katzenleben läuft ungefähr in der fünffachen Geschwindigkeit ab, wie ein Menschenleben. Dabei ist die Entwicklung in den ersten fünf Jahren besonders stürmisch, danach geht es langsamer voran. Katzen leben, wie Menschen in sozialen Gemeinschaften mit Rangordnungen und mit der gemeinsamen Betreuung des Nachwuchses. Die Katzenkommune ist also der menschlichen viel ähnlicher, als man früher glaubte. Katzen bereisen regelmäßig ihr Revier und das der benachbarten Katzen, dabei kann es auch zu Streitigkeiten kommen, wenn ein Eindringling die heimische Kommune stört. In vieler Hinsicht kann man also auch hier Parallelen zur menschlichen Sozialisation ziehen.
Neben der Beschäftigung mit dem Leben und dem Verhalten von Katzen konzentriert sich der Blog ab 2025 zunehmend auf Reiseerlebnisse und Erinnerung an Kindheit, Jugend und die Zeit als Erwachsener vor dem Erreichen des Rentenalters. Ich möchte damit eine Art Retrospektive persönlicher Erlebnisse mit psychologischen Betrachtungen und gewonnenen Erkenntnissen über mich selbst und meine Umwelt verknüpfen. Das Scheiben bereitet mir Freude und ich habe erlebt, dass man durch das Schreiben auch Erinnerungen wieder aufdeckt, die im täglichen Trubel in einer tieferen Speicherschicht unseres Gehirnes versteckt waren.
Aus dem Katzenblog wird ein Ort zum Plaudern
Als ich Anfang 2017 diesen Blog begonnen habe, war gerade mein Kater Micky gestorben. Ich brauchte damals ein Ventil, um meinen Kummer zu verarbeiten und wollte gleichzeitig anderen zeigen, wie schön das Leben mit Katzen sein kann.
Vier Jahre später starb unser letzter Kater und wir beschlossen, keine weiteren Katzen mehr zu adoptieren. Nach fast 30 Jahren Partnerschaft mit Katzen wollten wir nicht noch einmal schwermütig Abschied nehmen müssen, wenn ein geliebter Mitbewohner stirbt.
Jetzt, nach weiteren vier Jahren, habe ich mich entschieden den Blog zum Plaudern zu nutzen. Ich werde regelmäßig kleinere Geschichten oder Blogartikel schreiben, hin und wieder Serien oder Filme aus dem Streaming rezensieren oder kleine Reiseberichte schreiben, mit und ohne Bildern.
Warum ich das mache? Nach fast fünfzig Jahren Arbeitsleben und vielen privaten Kontakten möchte ich auch andere teilhaben lassen an dem, was ich mag oder was ich erlebt habe. Schreiben macht mir Spaß und ich habe es schon immer interessant gefunden, Erlebnisse oder kurze Geschichten aufzuschreiben. Schreiben bringt uns unserer Kultur nahe und schreiben hilft uns das Erlebte zu verarbeiten. Beim Schreiben werden Emotionen freigesetzt und das Erlebte wird noch einmal in unserem Inneren abgespeichert. So bleiben unsere eindrücklichsten Erlebnisse für uns erhalten.
Ich freue mich über alle, die künftig meine Beiträge, mindestens einen alle vier Wochen, lesen und auch über alle Kommentare.
Berlin, am 31.01.2022, aktualisiert am 25.03.2025