Nachdem die europäische Politik gemeinsam mit ihren amerikanischen Partnern auf ihrem Missionarszug gescheitert ist und die verfehlte Politik wieder einen Krieg in Europa ausgelöst hat, den Russland völkerrechtswidrig begonnen hat, der aber von den Russenhassern in Europa und Übersee immer wieder angeheizt wurde, wird nun wieder offen mit Angstmacherei und dem Schüren von Hysterie ein einzigartiges Konjunkturprogramm für die Produzenten von Vernichtungsmitteln angeworfen.
Das Schlimme an dieser Entwicklung ist, dass künftige Generationen nicht nur diese Produzentenrenditen bezahlen müssen, sondern dass das Geld für sinnvolle Programme fehlt. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass diese Generationen dafür auch noch ihre Gesundheit und im schlimmsten Falle ihr Leben opfern müssen.
Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der der kalte Krieg tobte und sich die verschiedenen Lager bis an die Zähne bewaffnet an der deutsch-deutschen Grenze gegenüberstanden. In dieser Zeit habe ich meinen Wehrdienst geleistet und wurde „kriegstüchtig“ gemacht. Es wurde mir beigebracht, für die „Gute Sache“ andere zu töten. Ich bin mir sicher, dass auch auf der anderen Seite alle für die „Gute Sache“ vorbereitet wurden. Wie das ausgeht, erleben wir jetzt wieder sehr viel näher, als und lieb ist. Aber anstatt nach Lösungen zu suchen, das sinnlose Morden zu beenden, steigert sich die Politik immer wieder in eine Art von Blutrausch.
Ehrlich gesagt, mir kommt das große Kotzen. Sind Soldaten Mörder? Nein, natürlich nicht, aber die Schwelle, um zum Mörder zu werden ist äußerst niedrig und die, die sie einmal überschritten haben, leiden in der Regel ihr gesamtes Leben danach an den Folgen. Unzählige ehemalige Soldaten, die im Einsatz waren, schaffen die Rückkehr in ein normales Leben nicht mehr, vielen leiden an Belastungsstörungen, sind drogenabhängig, um Depressionen oder Halluzinationen zu unterdrücken. Ist es das, was unsere Politik will? Wenn der Adrenalinrausch des Kampfes verflogen ist, dann stürzt die reale Welt über uns ein.
In meiner Zeit als Soldat blieb mir ein bewaffneter Konflikt erspart, zwar stand ich zweimal bewaffnet kriegsbereit, aber am Ende löste sich alles glücklicherweise wieder auf. Ich war in meiner Jugend euphorisch und ich weiß nicht, wie mein weiteres Leben verlaufen wäre, wenn nicht ein Vorfall während meines Dienstes dafür gesorgt hätte, zu verstehen, welchen grausamen Schaden Schusswaffen anrichten können. Nach diesem Vorfall hat sich meine Einstellung von Grund auf geändert. Ich habe beschlossen, nie wieder eine Waffe in die Hand zunehmen, schon gar nicht, um für andere zu kämpfen, die mir auf dubiose Weise einreden wollen, ich würde die „Gute Sache“ verteidigen. Ich bewundere alle Polizisten, Pathologen und sonstigen Beteiligten, die Gewaltverbrechen aufklären müssen und daran seelisch nicht zugrunde gehen. Meine Meinung zum Begriff „kriegstüchtig“ ist eindeutig. Es ist ein unverblümter Aufruf, für selbsternannte Missionare im schlimmsten Fall zum Mörder zu werden.
All ihr Medienmacher da draußen, hört auf der Gewalt den Weg zu bereiten, positiv über „Erfolge“ von Angriffen mit Waffen jedweder Art zu schreiben oder zu sprechen. Sonst macht ihr Euch gemein mit all denen, denen das Leben anderer nichts bedeutet, um ihren eigenen Willen durchzusetzen. Jeder Angriff mit einer Waffe ist verachtenswert und hat nichts heroisches an sich, sondern ist Ausdruck der niedrigsten Instinkte.