Im Herbst 1989 proklamierte Gorbatschow, der erste vom Westen hofierte Generalsekretär der KPdSU, die Worte „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ und machte damals der an Altersstarrsinn und Realitätsverlust erkrankten Politelite der DDR klar, dass ihre Tage gezählt waren.
In einem einzigartigen Akt des geistigen Umnachtung oder auch des Realitätsverlustes ignorierte die politische Führung diese Worte und nach einem halben Jahr war diese Form der DDR mitsamt ihrer Führung Geschichte. Was danach kam, wissen alle. Der reiche Onkel aus dem Westen wedelte mit der DM-Möhre und der Ossi rannte in der Hoffnung auf schnellen Wohlstand hinterher, anstatt sich durch den mühseligen Weg der Eigenständigkeit zu quälen. Nach einem Freudentaumel wie im Rausch kam dann der Cold Turkey im Gewand der Treuhandanstalt und zeigte, dass der freundliche Onkel nur der Vorbote der größten feindlichen Übernahme einer gesamten Industrie war.
Schuld an allem war natürlich der alte DDR-Staat mit seiner Planwirtschaft und seinen ungebildeten aber ideologisierten Eliten, die aber lustigerweise meistens weiter im neuen geeinten Deutschland mitmischen konnten. Noch blickte man ehrfürchtig auf die neuen Herren, die blühende Landschaften versprachen und jede Kritik mit Transfegeldzahlungen an die aus der Arbeit geflogenen Menschen zuschütteten. Noch sah keiner, dass der Kaiser nackt war oder traute sich nicht, es zu sagen.
Zeitsprung in das Jahr 2000. In diesem Jahr begann der Vernichtungsfeldzug gegen die Industrie durch eine Splittersekte – Bündnis 90 / Die Grünen. Mit einem unglaublichen Missionarseifer wurde eine Energiepolitik in Gang gesetzt, die nunmehr nach 25 Jahren unumkehrbar, die deutschen Energiepreise an die Spitze der Industrienationen getrieben hat. Aber keine Sorge, Deutschland ist bereits auf dem Weg zur Agrarnation und zum Streichelzootourismus, wenn tagtäglich die Industrie schrumpft, die die Grundlage für den Wohlstand hierzulande bildet.
Zweiter Zeitsprung ins Jahr 2020. Ein Virus mit der Bezeichnung SARS-COV-2 zeigte, wie der demokratische Staat BRD mit Kritik umgeht. Nun, die Unterschiede zum ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden, der sich übrigens nie als Demokratie, sondern als Diktatur des Proletariats bezeichnete, waren erstaunlich klein. Kritik wurde in den Medien verbal niedergeknüppelt und die unsinnigsten Maßnahmen, wie das Tragen von FFP-2-Masken im Freien, wurden als wissenschaftlich bezeichnet. Menschen, die einer Impfung mit im Experimentierstadium stehenden Medikamenten kritisch gegenüberstanden, wurden auf unerträgliche Weise beschimpft und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, während die Bonzen sich in fröhlicher Runde feierten.
Und in diesem Stil werden seit zwei Jahrzehnten immer mehr bürgerliche Freiheiten unter immer neuen Begründungen durch Vorschriften abgebaut, die staatliche Überwachung nimmt zu und der eigentliche Souverän wird für dumm verkauft, wenn man ihm erklärt, das sei zu seinem Besten. Das mutet an, wie die etwas dümmliche Entschuldigung von Erich Mielke in der Volkskammer, als er erklärte: „Ich liebe Euch doch alle.“
Liebe Wessies, die Leute im Osten haben durch ihre Erfahrungen ein Gespür dafür, wenn sie jemand für dumm verkauft und deshalb ist es eigentlich auch verständlich, warum das Oligopol der Westparteien im Osten aus den Parlamenten gejagt wird, mit den legitimen Mitteln der Demokratie, den Wahlen. Da kann die Yellow Press vom Spiegel über die Burda-Blätter und die Springer-Presse bis hin zur Frankfurter Allgemeinen noch so zetern und schimpfen. Gewöhnt Euch dran.
Die Quittung für die durch alle folgenden Regierungen konsequent weitergeführte Deindustrialisierung bekommen die sich selbst als demokratische Mitte bezeichnenden Sekten der Parteienlandschaft mit jeder neuen Wahl immer deutlicher. Die als Propagandahure ausgehaltenen Medien des öffentlichen Rundfunks halten selbstverständlich noch immer zu ihren traditionellen Geldgebern und verteufeln die demokratischen Entscheidungen des Volkes als „Abdriften zu den extremistischen Rändern“. Offensichtlich haben die Herren und Damen im Kanzleramt und in den westdeutsch dominierten Sendehäusern und Printmedien – wie einst Erich Honecker – jeden Realitätssinn verloren. Wie das enden könnte zeigt der Rückblick nach 1989.
Anstatt den durch die USA und UK eingefädelten Krieg nicht mehr durch selbstzerstörerische Sanktionen und Milliardenbeihilfen zu unterstützen, nicht mehr jeden der Asyl schreit aufzunehmen und dauerhaft durchzufüttern und endlich nicht mehr in die Wirtschaft reinzuquatschen, macht die deutsche Politik weiter wie bisher. Das Bündnis aus CDU und SPD wird also weiter dafür nicht nur den Sozialstaat schrotten, sondern auch die Infrastruktur weiter verfallen lassen und die Bildung auf das Niveau der Zwergschulen der Kaiserzeit zurückentwickeln, das Ganze natürlich mit immer neuen Vorschriften zur Berichterstattung.
Wann kapieren denn die selbsternannten Eliten in diesem Land endlich, dass sich der Zug mit immer weiter steigenden Tempo auf den Abgrund zurast, aber nicht wegen Putin oder irgendwelchen chinesischen Bedrohungen, sondern wegen einer unfähigen Politelite, die seit Jahren durch immer mehr Bürokratie und Mikroregulierung, unterstützt durch eine durch niemanden legitimierte EU-Kommission, die Wirtschaft systematisch an die Wand fährt.
So, wohl bekomm’s, aber das musste jetzt mal raus.